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Warzen sind zwar hartnäckig, lassen sich mit den richtigen Mitteln langfristig entfernen.
iStockphoto/Mickis-Fotowelt
Symbolbild

Früher hat man Warzen besprochen, um sie loszuwerden. Die Wirkung ist äußerst zweifelhaft. Effektiv und unkompliziert ist die Behandlung mit Lösungen oder Pens aus Ihrer Apotheke.

Warzen sind gutartige Neubildungen der Haut mit einer verhornten Oberfläche, die durch Viren ausgelöst werden. Sie sind nicht gefährlich, werden aber doch meist als störend empfunden. Am häufigsten sind sogenannte vulgäre Warzen an Händen oder Füßen. Eine spezielle Art sind Dornwarzen, die vor allem an den Fußsohlen vorkommen. Durch den Druck beim Gehen wird die Warze ins Gewebe gedrückt, sodass ein schmerzhafter Hornkegel entstehen kann.

Ansteckung vermeiden

Warzen sind ansteckend. Man infiziert sich zum Beispiel durch direkten Hautkontakt oder beim Barfußlaufen in Schwimmbädern, Turnhallen oder Hotelzimmern. Aber auch im eigenen Badezimmer ist man vor den Viren nicht gefeit, wenn ein Familienmitglied bereits mit Warzen infiziert ist. Am besten schützt man sich, indem man an Orten, wo viele Menschen barfuß laufen, selbst Schlappen trägt. Handtücher, Socken und Handschuhe sollten nicht mit anderen geteilt werden.

Verätzen oder vereisen?

Oft verschwinden Warzen nach einigen Wochen oder Monaten von selbst wieder. Aber es kann auch länger dauern. Warzen an Händen oder Füßen lassen sich gut selbst behandeln. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

Salicylsäure wirkt vor allem hornhautablösend. Flüssigkeiten mit Salicylsäure müssen mindestens zweimal täglich punktgenau auf die Warze aufgetragen werden. Salicylsäurepflaster werden dagegen alle zwei Tage erneuert. Die verhornte Haut wird dabei, meist über mehrere Wochen, regelmäßig abgetragen. Allerdings ist die Anwendung mengenmäßig begrenzt, da Salicylsäure zu einem Teil über die Haut ins Blut aufgenommen werden kann und dadurch Nebenwirkungen auftreten können. Bei Säuglingen ist die Verwendung grundsätzlich ausgeschlossen.
Ameisensäure ist diesbezüglich sicherer und wird nur einmal wöchentlich aufgetragen. Sie trocknet die Warze von innen heraus aus, bis sie von selbst abfällt. Sie ist für die ganze Familie, auch für Kinder unter vier Jahren, Diabetiker, Schwangere und Stillende, geeignet. Ameisensäure-Präparate gibt es als Lösung zum Aufpinseln oder als Stift, mit dem die Lösung in der richtigen Dosierung punktgenau aufgetragen werden kann. Mit Ameisensäure lassen sich auch mehrere gleichzeitig behandeln.
Die Anwendung von Trichloressigsäure ist ähnlich wirksam, jedoch nicht für Kinder unter vier Jahren, Diabetiker oder in der Schwangerschaft geeignet, da sie als stärkere Säure höhere Vorsichtsmaßnahmen erfordert.
Die Vereisung einer Warze kann beim Arzt oder zu Hause durchgeführt werden. Der Arzt verwendet flüssigen Stickstoff, der sehr kalt ist und die Warze bei etwa minus 190 Grad einfriert, sodass die Warzenzellen absterben. Für die Anwendung zu Hause gibt es in Ihrer Apotheke Vereisungs-Pens, die mit einem Gasgemisch die Warze bei etwa minus 80 Grad vereist. Die einmalige Behandlung ist in der Regel ausreichend.

Wann zum Arzt?

Bei hartnäckigen Warzen, die durch die gängigen Behandlungen nicht verschwinden, oder wenn die Warzen starke Schmerzen verursachen, kann der Arzt die Hautwucherungen operativ durch Ausschaben oder mit einem Laser entfernen. Auch Warzen an Stellen mit empfindlicher oder dünner Haut, zum Beispiel im Gesicht, und Warzen im Genitalbereich gehören in die ärztliche Behandlung.

Hausmittel

Die Warze zu besprechen, ihr also gut zuzureden, dass sie doch bitte verschwindet, ist ein altes Hausmittel. Die Wirksamkeit ist allerdings mehr als fraglich. Auch die Wirkung von Hausmitteln wie Einreiben mit Apfelessig oder einer frischen Knoblauchzehe und anschließendem Abdecken mit einem Pflaster ist nicht gesichert.

Warzen schnell behandeln

Warzen sollten generell möglichst bald behandelt werden, denn sie sind ansteckend und können sich schnell verbreiten. Deshalb sollte man auch nicht an Warzen kratzen oder versuchen, sie mit den Fingern zu beseitigen. Beim Umgang mit Warzenmitteln immer vorsichtig sein. Der versehentliche Kontakt mit gesunder Haut kann zu ungewollten Verätzungen führen.

Florian Wehrenpfennig,

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