Öffnungszeiten heute: von 09:00 bis 20:00 Uhr
Telefon: 02241 203940
Zecken sind kaum sichtbar und lauern überall im Freien.
iStockphoto/Digoarpi
Symbolbild

Der Klimawandel mit milden Wintern und warmen Sommern erfreut die Zecken. Selbst die neu eingewanderte tropische Riesenzecke Hyalomma scheint sich in Deutschland wohlzufühlen. Die Parasiten können gefährliche Krankheiten übertragen. So schützen Sie sich!

Sobald die Temperaturen über 8 Grad steigen, legt sich die achtbeinige Zecke, auch Gemeiner Holzbock genannt, auf die Lauer. Zu ihr gesellt sich seit vergangenem Jahr vermehrt die aus den Tropen stammende Riesenzecke Hyalomma. Ob heimische oder exotische Zecke – die große Familie der Spinnentiere eint vor allem eins: ihr Hunger nach Blut. Bei einem Stich können sie etwa 50 Krankheitserreger übertragen.

Zecken sind überall

Entgegen der landläufigen Ansicht lassen sich die Spinnentiere nicht von Bäumen fallen, sondern sie leben in Gras, Gebüsch und Unterholz. Sobald ein Spaziergänger die Pflanzen berührt, werden die Schmarotzer abgestreift und halten sich an Haut oder Kleidung fest. Einige Zeckenarten wie die Hyalomma-Zecken krabbeln sogar aktiv auf den Menschen zu. Je nach Region ist das Risiko, von einer infizierten Zecke gestochen zu werden, unterschiedlich hoch. Ob auch Ihr Wohnort in einem FSME-Risikogebiet liegt, können Sie unter www.rki.de erfahren. Einfach über die dortige Suchfunktion „FSME-Risikogebiete“ eingeben.

Achtung: Auch im europäischen Ausland leben Zecken. Unter der Rubrik „Gefahr durch Zecken“ auf www.zecken.de finden Sie heraus, wo die Gefahr durch erregertragende Zecken besonders groß ist.

Krank durch Zeckenstich

Glücklicherweise bedeutet nicht jeder Zeckenstich (fälschlicherweise wird er in der Umgangssprache Biss genannt) eine Infektion. Nur selten verlaufen die Infektionen schwer, oft sogar symptomlos. Wenn sie aber heftig ausbrechen, dann sind oft bleibende Schäden die Folge. Die häufigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten, ihre Symptome und Behandlung finden Sie hier:

Erreger: Borrelien-Bakterien
Ansteckung: Zecken mit Borreliose-Erregern gibt es überall in Deutschland. Ungefähr 30 Prozent aller heimischen Zecken tragen die Borrelien-Bakterien in sich. Je länger die Zecke saugt, umso höher die Infektionsgefahr.
Symptome: Mindestens 5 Zentimeter große ringförmige Hautrötung um die Einstichstelle (Wanderröte), grippeartige Symptome oder Gelenkschmerzen, aber auch eher unspezifische Symptome wie Müdigkeit oder Fieber.
Mögliche Spätfolgen: chronische Entzündungen an Gelenken und Haut, aber auch Schädigungen am Gehirn und an den Nerven, die sich in Lähmungen, Empfindungsstörungen und Nervenschmerzen äußern.
Behandlung: Antibiotika
Erreger: FSME-Virus
Ansteckung: Bis zu 5 Prozent aller Zecken in Deutschland tragen die FSME-Viren. Sie sind hauptsächlich im süddeutschen Raum vertreten, die FSME-Risikogebiete dehnen sich jedoch seit Jahren immer weiter aus.
Symptome: Häufig symptomfrei (ca. 70 bis 95 Prozent der Infizierten)
Phase 1: Grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Atemwegsbeschwerden, Bauchschmerzen und Durchfall. Bei zwei Drittel der Patienten endet die Erkrankung mit dem Rückgang des Fiebers.
Phase 2: Hirnhautentzündung (Meningitis) mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit. Bei schwerem Verlauf kommt es zu Bewusstseinsstörungen, Lähmungserscheinungen oder Krampfanfällen. Die meisten Betroffenen erholen sich wieder vollständig, bei 10 bis 29 Prozent der Patienten halten die Symptome länger an, auch mit Todesfolge. Bei Kindern verläuft die FSME-Erkrankung in der Regel weniger schwer als bei Erwachsenen.
Behandlung: Keine Therapie, nur Symptombekämpfung
Erreger: Krim-Kongo-Virus
Ansteckung: Überträger ist die Hyalomma-Zecke, die in tropischen Ländern beheimatet ist. Über Zugvögel ist sie nach Deutschland gelangt und 2018 vermehrt gesichtet worden. Offenbar konnte sie auch überwintern, da sie 2019 bereits vor dem Vogelzug gesichtet wurde. Bisher konnte noch bei keiner Hyalomma-Zecke ein Krim-Kongo-Virus in unseren Breiten nachgewiesen werden, wohl aber in beliebten Urlaubsländern wie Bulgarien, Türkei und Spanien.
Symptome: Plötzliches und lang anhaltendes Fieber, Schüttelfrost, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, aber auch Bauchschmerzen, Erbrechen und Übelkeit. Typisch sind Gesichtsrötung und -schwellung, aber auch Rachen- und Bindehautrötungen. Zudem können Blutungen der Haut und der Schleimhäute sowie an den inneren Organen auftreten.
Behandlung: Keine Therapie, nur Symptombekämpfung
Erreger: Rickettsien (Bakterien)
Ansteckung: Übertragen durch einen Stich der Hyalomma-Zecke, die üblicherweise in Afrika, Asien und Südosteuropa heimisch ist.
Symptome: Die Symptome sind Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost. Im weiteren Krankheitsverlauf treten rotfleckige Hautausschläge hinzu. Wird die Infektion nicht erkannt, kann es zu schweren Spätfolgen wie Hirnhaut- oder Lungenentzündung kommen.
Behandlung: Antibiotika

Schutz vor Zecken

  • Tragen Sie lange Hosen, Oberteile mit langen Ärmeln, feste Schuhe und über die Hose gezogene Strümpfe. So machen Sie es den Zecken schwer, bis zur Haut zu krabbeln.
  • Tragen Sie am besten helle Hosen, um Zecken schneller zu entdecken. Sprühen Sie ein Zecken-Abwehrspray mit den Wirkstoffen Icaridin oder N,N-Diethyl-m-toluamid (DEET) auf Körper und Kleidung. Diese sogenannten Repellents töten nicht ab, sondern halten sie mehrere Stunden über einen Geruchsstoff fern.
  • Kleinkinder sollten eine Kopfbedeckung tragen. Aufgrund ihrer Körpergröße befinden sich bei ihnen häufig Zecken im Kopfbereich.
  • Nehmen Sie am besten eine Zeckenkarte oder -zange aus Ihrer Apotheke mit, wenn Sie im Wald oder auf einer Wiese unterwegs sind.
  • Suchen Sie nach dem Aufenthalt im Freien den gesamten Körper ab. Insbesondere Kinder sollten gründlich untersucht werden. Bevorzugte Stichstellen sind: Kniekehlen, Genitalbereich, Bauchnabel und die Achseln. Bei Kindern sollten Sie auch auf Haaransatz, Hals und Ohren achten.
  • Sollten Sie eine Zecke entdecken, muss sie umgehend entfernt werden.

Ist eine Impfung sinnvoll?

Den sichersten Schutz vor den von Zecken übertragenen Krankheiten bietet eine Impfung. Sie ist allerdings nur gegen FSME, nicht aber gegen Borreliose möglich. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt sie für Personen, die sich häufig und lange in der Natur unterwegs sind und in einem FSME-Gebiet aufhalten oder wohnen, wie zum Beispiel Radfahrer, Jogger, Camper, Spaziergänger, aber auch Beschäftigte in Forst- und Landwirtschaft. Auch Kinder können nach Vollendung des ersten Lebensjahrs gegen FSME geimpft werden. Im Einzelfall wägt der Arzt die Risiken einer Ansteckung und einer FSME-Impfung ab.

Zecken richtig entfernen

Wenn Sie eine Zecke entdecken, bewahren Sie Ruhe. Ziehen Sie das Spinnentier so bald wie möglich aus der Haut heraus. Das minimiert das Risiko, sich mit Borreliose zu infizieren, denn die Bakterien werden von der Zecke erst nach etwa 24 Stunden ins Blut abgegeben. Wird die Zecke vorher entfernt, besteht keine Ansteckungsgefahr. Das gilt leider nicht bei FSME. Das Virus wird direkt beim Stich übertragen.

  Entfernen Sie die Zecke mit einer Pinzette, Zeckenzange oder einer Zeckenkarte.
Egal welches Instrument Sie anwenden, wichtig ist, dass die Zecke im Kopfbereich so nah wie möglich an der Haut gefasst wird und gerade herausgezogen wird.
Mit einer Zeckenkarte geht es am einfachsten: Schieben Sie die Karte auf der Haut entlang, bis die Zecke komplett von der V-förmigen Auslassung umfasst wird. Dann heben Sie die Karte an. Schon ist der achtbeinige Schmarotzer entfernt.
Nach Entfernung der Zecke sollte die Wunde desinfiziert werden.
Bleibt der Zeckenkopf in der Haut stecken, suchen Sie einen Arzt auf, um den Parasit komplett entfernen zu lassen.
Zecken zerquetschen. Das passiert leicht beim Versuch, die Plagegeister mit einer gängigen Pinzette zu entfernen. Dadurch können Krankheitserreger vermehrt oder schneller übertragen werden.
Mit einer drehenden Bewegung die Zecke herausziehen. Häufig bleibt dann der Kopf in der Haut stecken.
Das Spinnentierchen mit Öl, Nagellack oder Klebstoff bedecken. Auch das erhöht die Gefahr, dass die Zecke mehr beschleunigt Krankheitserreger ins Blut abgibt.

Schutz fürs Haustier

Hunde haben viel häufiger Zecken am Leib als Menschen. Auch sie können FSME, Borreliose und andere von Zecken übertragene Krankheiten bekommen. Auch Freigänger-Katzen sind betroffen. Vorbeugend können Sie Ihr Tier mit Spot-on-Präparaten und antiparasitären Halsbändern schützen. Die Spot-on-Präparate werden direkt auf den Nacken der Tiere geträufelt. Sie haben sowohl einen abschreckenden Effekt (Geruch), als auch eine abtötende Wirkung. Hunde-Halsbänder geben äußerlich kontinuierlich einen abtötenden Wirkstoff ab, der sich in die oberste Hautschicht des gesamten Körpers einlagert. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten: Nicht jedes Zeckenmittel ist für jedes Lebensalter und für jede Tierart gefahrlos anwendbar!

Schädliche Mittel

Alte Hausrezepte, die Hunde und Katzen vor Zecken schützen sollen, sind mitunter gefährlich. Von dem Einsatz von Knoblauch, Leinöl oder Zitronella wird dringend abgeraten. Knoblauch ist für Hunde und Katzen sogar giftig.

Florian Wehrenpfennig,

Ihr Apotheker

Aktions-Angebote

24% gespart

HYLO-FRESH

Augentropfen

PZN 1927006

statt 10,48 3)

10 ML (79,80€ pro 100ML)

7,98€

Reservieren
44% gespart

GINKOBIL-ratiopharm

120 mg Filmtabletten 1)

PZN 6680881

statt 89,98 2)

120 ST

49,98€

Reservieren
10% gespart

IBU-LYSIN-ratiopharm

684 mg Filmtabletten 1)

PZN 7628546

statt 9,98 2)

20 ST

8,98€

Reservieren
14% gespart

GESUNDFORM

Gelenk-Tabletten

PZN 3100133

statt 26,78 3)

60 ST

22,98€

Reservieren
21% gespart

GESUNDFORM

rotes Weinlaub Creme

PZN 2003971

statt 6,98 3)

150 ML (3,65€ pro 100ML)

5,48€

Reservieren
6% gespart

BASICA

compact Tabletten

PZN 4787669

statt 34,48 3)

360 ST

32,48€

Reservieren
26% gespart

CLEARBLUE

Digital m.Wochenbestimmung

PZN 1107881

statt 18,98 3)

2 ST

13,98€

Reservieren
15% gespart

GELOREVOICE

Halstabletten Lutschtabletten

PZN 1712470

statt 8,78 3)

20 ST

7,48€

Reservieren
27% gespart

NEURALGIN

Tabletten 1)

PZN 3875041

statt 6,78 2)

20 ST

4,98€

Reservieren
15% gespart

KYTTA

Schmerzsalbe 1)

PZN 10832859

statt 16,48 2)

100 G (13,98€ pro 100G)

13,98€

Reservieren
10% gespart

ORTHOMOL

Vital F und M Trinkfläschchen

PZN 1319689

statt 63,98 3)

30 ST

57,48€

Reservieren
15% gespart

MEDIGEL

schnelle Wundheilung

PZN 10333547

statt 6,48 3)

20 G (27,40€ pro 100G)

5,48€

Reservieren
18% gespart

VENOSTASIN

retard 50 mg Hartkapsel retardiert 1)

PZN 1567803

statt 60,98 2)

100 ST

49,98€

Reservieren
17% gespart

VENOSTASIN

Creme

PZN 2427197

statt 14,48 3)

100 G (11,98€ pro 100G)

11,98€

Reservieren
Unser Angebot

ARONAL/ELMEX

Doppelschutz Zahnpasta

PZN 9427496

2X75 ML (2,65€ pro 100ML)

3,98€

Reservieren
11% gespart

MERIDOL

Zahnpasta Vorteilspack+100 ml Spülung

PZN 15395257

statt 4,48 3)

2X75 ML (2,65€ pro 100ML)

3,98€

Reservieren
14% gespart

EUCERIN

Anti-Pigment Tag LSF 30 Creme

PZN 14163898

statt 31,48 3)

50 ML (53,96€ pro 100ML)

26,98€

Reservieren
9% gespart

EUCERIN

Sun Fluid Pigment Control LSF 50+

PZN 14292845

statt 22,48 3)

50 ML (40,96€ pro 100ML)

20,48€

Reservieren
15% gespart

ELEVIT

2 Schwangerschaft Weichkapseln

PZN 11865950

statt 60,98 3)

60 ST

51,98€

Reservieren

Abgabe in haushaltsüblichen Mengen, solange der Vorrat reicht. Für Druck- und Satzfehler keine Haftung.
1) Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
2) Angabe nach der deutschen Arzneimitteltaxe Apothekenerstattungspreis (AEP). Der AEP ist keine unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller. Der AEP ist ein von den Apotheken in Ansatz gebrachter Preis für rezeptfreie Arzneimittel. Er entspricht in der Höhe dem für Apotheken verbindlichen Abgabepreis, zu dem eine Apotheke in bestimmten Fällen (z.B. bei Kindern unter 12 Jahren) das Produkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnet. Der AEP ist der allgemeine Erstattungspreis im Falle einer Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen, vor Abzug eines Zwangsrabattes (zur Zeit 5%) nach §130 Abs. 1 SGB V.
3) Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP).

Der Artikel hat Ihnen gefallen?

Dann teilen Sie ihn doch mit anderen.

Das könnte Sie auch interessieren

Rathaus Apotheke

Kontakt

Tel.: 02241 203940

Fax: 02241 203920


E-Mail: info@die-rathausapotheke.de

Internet: http://www.die-rathausapotheke.de/

Rathaus Apotheke

Rathausallee 16

53757 St. Augustin

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag
09:00 bis 20:00 Uhr


Samstag
09:00 bis 20:00 Uhr


10 %

Ihr exklusiver Rabatt

Einfach diese Abbildung auf Ihrem Smartphone vorzeigen und 10 % Rabatt auf einen Einkauf ab 10,- € bekommen. Gilt nicht für das verschreibungspflichtige Sortiment.

Aktionsartikel, Doppelrabattierungen und Rezeptzuzahlungen sind leider ausgenommen.

Abgabe in haushaltsüblichen Mengen, solange der Vorrat reicht. Für Druck- und Satzfehler keine Haftung.
1) Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
2) Angabe nach der deutschen Arzneimitteltaxe Apothekenerstattungspreis (AEP). Der AEP ist keine unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller. Der AEP ist ein von den Apotheken in Ansatz gebrachter Preis für rezeptfreie Arzneimittel. Er entspricht in der Höhe dem für Apotheken verbindlichen Abgabepreis, zu dem eine Apotheke in bestimmten Fällen (z.B. bei Kindern unter 12 Jahren) das Produkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnet. Der AEP ist der allgemeine Erstattungspreis im Falle einer Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen, vor Abzug eines Zwangsrabattes (zur Zeit 5%) nach §130 Abs. 1 SGB V.
3) Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP).