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Gegen jedes Hautproblem gibt es das passende Mittel.
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Juckreiz, Bläschen, schuppige Stellen, Rötung – so finden Sie das richtige Mittel bei Hautproblemen und vermeiden Behandlungsfehler.

Ein roter, schuppiger Fleck auf der Wange? Eine juckende Quaddel am Arm? Nässende Stellen am Baby-Popo? Einfach mal zur nächstbesten Salbe zu greifen, ist meist nicht die beste Lösung. Das Problem kann sich dann sogar noch verschlimmern. Nicht umsonst gibt es viele verschiedene Präparate, die gezielt gegen einzelne Hautprobleme wirken. Pharmazeuten nennen sie auch Dermatika. Sie unterscheiden sich von kosmetischen Produkten durch spezielle Inhaltsstoffe und Zusammensetzungen.

Gezielt behandeln

Hautprobleme wie Juckreiz, Brennen, Rötung und Schuppung können viele Ursachen haben. Hier finden Sie die richtigen Mittel gegen häufige Beschwerden und erfahren, wie Sie Behandlungsfehler vermeiden:

Die Hautstelle ist gerötet, juckt mal mehr, mal weniger, es können sich Bläschen bilden oder die Haut schwillt an. Ursache für ein Hautekzem sind oft allergische Reaktionen, zum Beispiel auf Kosmetika, Nickel oder bestimmte Pflanzen. Auch sehr trockene Haut kann zum Ekzem führen. Ein Präparat mit niedrig dosiertem Kortison lindert durch die entzündungshemmende und antiallergische Wirkung die Beschwerden. Entsprechende Cremes, Gele oder Kombinationen aus beidem enthalten Kortison in Form einer Hydrocortison-Verbindung, die bereits in niedriger Dosierung effektiv wirkt.
Da das Kortison gezielt an Ort und Stelle angewendet wird und nicht wie bei Tabletten in den Blutkreislauf übergeht, ist das Risiko für Nebenwirkungen gering. Gelpräparate haben gleichzeitig einen angenehm kühlenden Effekt.
Achtung: Ist die Haut anfällig für Ekzeme sollte sie nur mit rückfettenden oder hautschonenden Waschsubstanzen gereinigt und regelmäßig mit einer Pflegecreme oder -lotion eingefettet werden. In Ihrer Apotheke beraten wie Sie dazu gerne. Bei häufigen oder dauerhaften Ekzemen wie Neurodermitis ist der Arzt gefragt.
Hinter juckenden, schuppigen, runden Hautstellen, die in der Regel deutlich begrenzt sind, steckt oft eine Pilzinfektion. Sie kann am gesamten Körper auftreten. Oft zeigt sich der Ausschlag in Hautfalten, am Nacken, unter der Brust oder bekanntermaßen an den Füßen, bevorzugt zwischen den Zehen. Es gibt eine Vielzahl an Pasten, Salben oder Cremes mit antimykotischen, also pilztötenden Wirkstoffen. Übliche Wirkstoffe sind Nystatin, Terbinafin, Bifonazol oder Clotrimazol. Cremes lassen sich leicht auftragen und ziehen schnell ein. Auch Sprays werden an bestimmten Stellen bevorzugt, da sie nicht fetten. Salben oder Pasten haben den Vorteil, dass sie die Haut vor Nässe schützen. Der Zusatz von Zink lindert gleichzeitig die Entzündung. Entsprechende Präparate werden ein- bis mehrmals täglich über zwei bis vier Wochen dünn auf die betroffene Hautpartie aufgetragen.
Es juckt, brennt und spannt an der Haut, bald darauf zeigen sich an der Stelle Bläschen, die manchmal unangenehm kribbeln oder auch schmerzhaft sind. Auslöser des Lippenherpes sind Viren, die in den Nerven schlummern und ausbrechen, wenn die Abwehrkräfte mal schwächeln. Abhilfe schaffen Cremes mit virushemmenden Wirkstoffen wie Penciclovir oder Aciclovir. Sie sollten schon beim ersten Kribbeln und dann tagsüber alle zwei Stunden – mindestens sechsmal – aufgetragen werden. Manche Präparate enthalten zusätzlich Pigmente, sodass die Herpesstelle dezent verdeckt wird.
Achtung: Vermeintliche Hausmittel wie Alkohol, Essig oder Zahnpasta trocknen die Haut aus, sodass die verkrusteten Bläschen wieder aufplatzen können. Die Heilung kann sich so noch verzögern. 
Gerötete, nässende und offene Stellen an der empfindlichen Babyhaut werden meist durch Hefepilze verursacht. Ist die Haut unter einer Windel entzündet, handelt es sich um eine Windeldermatitis. Wenn sich zusätzlich noch Pilze angesiedelt haben, spricht man von Windelsoor. Zu wenig oder zu viel Hygiene, aber auch saure Nahrungsmittel können die Infektion begünstigen. Wichtig ist es, die Haut trocken zu halten und die Windeln regelmäßig alle drei bis vier Stunden zu wechseln. Gegen die Infektion hilft eine Heilsalbe mit einem pilztötenden Mittel wie Nystatin, die ein- bis mehrmals täglich auf die getrocknete Haut aufgetragen wird. Der Zusatz von Zink wirkt schützend und feuchtigkeitsbindend, wodurch die Haut nicht weiter aufgeweicht und so das Eindringen von Erregern verhindert wird. Zusätzlich hemmt es die Entzündung und wirkt leicht desinfizierend.
Achtung: Die Behandlung sollte nicht zu früh beendet und noch einige Tage nach Abklingen der Beschwerden fortgeführt werden, damit die Infektion vollständig abheilt.
Auf der Haut zeigt sich eine juckende, vielleicht auch schmerzende Quaddel? Da war wohl ein Insekt aktiv. Nach einem Stich hilft es, die Stelle erst einmal zu kühlen. Dafür ein eingewickeltes Coolpack oder nasses Tuch etwa zehn Minuten auflegen. Anschließend lindert ein Gel mit einem antiallergischen Wirkstoff wie Dimetindenmaleat oder Bamipinlactat und seinem kühlenden Effekt den Juckreiz und das Brennen. Das Gel wird bis zu dreimal täglich aufgetragen. Bei sehr schmerzhaft geschwollenen Stichen ist eine Creme mit Hydrocortison effektiv, die bis zu zweimal täglich aufgetragen wird. Ein zugesetzter Hilfsstoff wie Dexpanthenol wirkt gleichzeitig pflegend.
Achtung: Wenn noch ein Stachel in der Wunde steckt, diesen nicht wegkratzen, sondern mit einer Pinzette entfernen, damit kein Schmutz hineingelangt und sie sich nicht entzündet.

Kamille gegen Pickel

Bei Mitessern oder entzündeten Pickeln öffnet ein Kamillendampfbad die Poren und hemmt die Entzündung: Eine Handvoll Kamillenblüten mit 3 Litern heißem Wasser übergießen, 10 Minuten bedeckt ziehen lassen und dann das Gesicht 10 Minuten über den Dampf halten.

Florian Wehrenpfennig,

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